ausholen,
V.
1.
›jn. aus einer Zwangslage befreien, herausholen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
aushelfen
 1.

Belegblock:

Chron. Köln
3, 943, 8
(Hs.
E. 16.
/
A. 17. Jh.
):
so wolten sei daer treden und wolten ihre herrn mit gewalt auishollen.
2.
›jn. für / zu etw. auswählen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
auserwälen
 1,
auskiesen
 1,
auslocken
 2,
ausnemen
 3,
auswälen
 1.

Belegblock:

Rwb
1, 1040
(a.
1575
).
3.
›jn. ausfragen, jm. eine Information entlocken; aus jm. etw. herausholen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
abförscheln
,
ausfragen
 2.
Syntagmen:
die gedanken, fremdes gesinde a.
;
jn. mit guten worten / freundlichen gebärden a.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
Sir. 13, 14
(
Wittenb.
1545
):
er versucht dich damit / vnd mit seinen freundlichen geberden holet er dich aus.
Preuss. Wb. (Z)
1, 303
;
Schwäb. Wb.
6, 1558
.
4.
›zum Schlag ausholen, die Hand (mit dem Werkzeug) weit ausstrecken, zu einem Stoß ansetzen; zu einem Sprung Anlauf nehmen‹.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
5. Mose 19, 5
(
Wittenb.
1545
):
[jemand] holet mit der hand die Axt aus / das holtz abzuhawen.
Dietz, Wb. Luther
1, 171
.