aushelfen,
V., unr. abl.
1.
›jn. aus etw. (einer konkreten Bedrängnis, z. B. Wasser) retten; jn. aus etw. (im Beleg aus dem Gefängnis) befreien‹; ütr.: ›jm. aus etw. (z. B. Not, Schande) heraushelfen‹; zu
helfen
2.Bedeutungsverwandte:
ausholen
Syntagmen:
js. notdurft a.
; jm. aus armut / gefar / laster / schande, von dem tod, von feinden a.
; dem gefangenen a.
; vor allem in ersterer Variante ohne präpositionales Satzglied.Belegblock:
Chron. Köln
2, 65, 4
(rib.
, um 1400
): do verdrunken vil stede [...], ind wurden wail 700 minschen uisgehulpen ind up dem wasser gefangen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 144, 15
(Köln
1582
): O Got mein krafft vnd sterck auff erden, | Von dem mir mag ausgholffen werden.
Feudel, Evangelistar
123, 30
(omd.
, M. 14. Jh.
): welch uwirs [...] ochse vellit in den burnen, der ym nicht alczumale uz hulfe an dem suntage?
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
206, 2
(Bamb.
1507
): So ein huͤter der peynlichen gefencknuss einem gefangen ausshilfft.
Dietrich. Summaria
20v, 27
(Nürnb.
1578
): das er aller armen gewissen schonen/ jnen außhelffen/ sie mit Gottes gnade troͤsten/ vnd heilen werde.
Maaler
42r
; Dietz, Wb. Luther
1, 170
; Preuss. Wb. (Z)
1, 303
; Schweiz. Id.
2, 1194
.2.
›jm. in einer Angelegenheit (im Beleg: beim Unterschlagen der Maut) behilflich sein; jm. helfen, etw. zu Ende zu führen, jm. weiterhelfen‹; zu
helfen
2.Bedeutungsverwandte:
vgl. abhelfen
anhelfen
antun
Belegblock:
Chron. Nürnb.
1, 57, 19
(nobd.
, v. 1407
): dem ward zu pfand ein gesecz Kiczing fur 16,000 guld., daz er dem pischoff sein krig aus helfen solt.
Winter, Nöst. Weist.
4, 12, 8
(moobd.
, 1529
): wo aber ainer bär der ainem andërn oder sünst seinem gueten ginner ainem wollt aushelfen mit der maut.