ausfordern,
V.
1.
›den Auszug (von Truppen) verlangen, (Truppen) ins Feld rufen; die Herausgabe von etw. fordern‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
alarmieren
,
anfordern
 1,
ausbieten
 2.
Syntagmen:
das fänlein / hergewäte, den gefangenen a.

Belegblock:

Chron. Magdeb.
2, 77, 1
(
nrddt.
,
1565
/
6
):
Den 8 Martii sein 4 fenlin knechte von hinnen ausgefodert, sein also nur zwei fenlin herin blieben.
Rwb
1, 1018
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 296
.
2.
›jn. zum Kampf herausfordern, provozieren‹.
Bedeutungsverwandte:
ausbieten
 3; vgl.
ansprechen
 3.
Wortbildungen:
ausforderer
,
ausforderung.

Belegblock:

Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 336, 13
(
schwäb.
,
um 1600
):
Vom frevelen und außvorderen.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
163, 19
(
mslow. inseldt.
,
1632
):
Jśt Andre auß einem Zorn nach ahuße gelauffen, vnnd mit einem bloßen Seibel des Simons hauß angerennet, den Simon außgefordert auf die klingen.
Winter, Nöst. Weist.
3, 384, 24
;
Rwb
1, 1018
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 296
;
Crecelius
1, 68
;
Schwäb. Wb.
1, 467
;
Schweiz. Id.
1, 999
.