aufwarten,
V.
1.
›jm. / einer Instanz gegenüber dienstbereit sein, für Dienste zur Verfügung stehen, dienen‹; ütr. von Sachen: ›gebraucht, verwendet werden‹.Syntagmen:
dem könig / gericht a.
; des befels, dem befel a.
; beil
(Subj.) a.
; fleissig / fein / getreulich a.
Belegblock:
Schaer, Pyr.-Thisbe-Sp. II,
333
(Basel
1616
): So muͤssen wir beyd drinnen sein | Vnd dem Koͤnig auffwarten fein.
Rot
290
(Augsb.
1571
): gegenwuͤrtig sein / auffwarten / als Amptleuten vnd Stattknechten gebuͤret.
Zingerle, Inventare
131b, 5
(tir.
, 1484
): Ain alts fleischpeil, hat xii phleger aufgewart.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
116, 46
(m/soobd.
, 1603
): soll richter und raht [...] verbunden sein, so oft der herr probst under der infel singt, [...] aufzuwarten.
Rwb
1, 964
.2.
›einschreiten, eingreifen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. anbeginnen
Belegblock:
Winter, Nöst. Weist.
4, 381, 2
(moobd.
, 16.
/17. Jh.
): welcher leitgeb nicht rechte maß geit, da soll der richter auf warten und dem angießen.