aufstiften,
V.
1.
›ein Gut übernehmen, eine bäuerliche Leihe beziehen‹; zu
stiften
9.Bedeutungsverwandte:
vgl. anersterben
anfahen
anfallen
anleiten
annemen
ansterben
antreten
Belegblock:
Winter, Nöst. Weist.
3, 1053, 28
(moobd.
, v. 1491
; Hs. A. 16. Jh.
): so ainer aufstift auf meiner herrn guet in der herrschaft, das soll geschehen mit des amptmans [...] willen [...] und der aufstiften will soll lehen empfahen.
Ebd.
32
: der abstift und auch der aufstift zwelf [...] pfening.
Rwb
1, 956
.2.
›etw. stiften, errichten, einführen‹; zu
stiften
1; 3.Bedeutungsverwandte:
impfen
aufstellen
Syntagmen:
die messe / pfründe a.
Belegblock:
Rwb
1, 956
(a. 1436
).3.
›sich aufraffen, sich (nach einer Niederlage) erholen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. ansporen
Belegblock:
Turmair
4, 598, 10
(moobd.
, 1522
/33
): wo si sich nit der andern Teutschen hilf und vermügen getröst und wider aufgestifelt und erholt hetten.
4.
›jn. aufwiegeln, aufhetzen, zu einer Tat veranlassen, anstiften‹; zu
stiften
5.Bedeutungsverwandte:
vgl. anstiften
Wortbildungen:
aufstifter.
Belegblock:
Goldammer, Paracelsus.
4, 258, 2
(1530
): Das ist der mord, den sie aufstiften, zu beschirmen ir gerechtigkeit.
Roder, Stadtr. Villingen
216, 7
(önalem.
, 1668
): weilen sie [knecht] von anderen eingezogen aufgestiftet, ausgeförschlet, ja gahr abgedingt [...] worden.
Rwb
1, 957
; Schweiz. Id.
10, 1474
.