aufrüstig
(vereinzelt auch:
aufrüstiglich
),
Adj.
1.
›gesund, kräftig, heiter; aufmunternd, belebend, erfrischend; für etw. empfänglich‹.

Belegblock:

Thiele, Minner. II,
17, 21
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
ich glob das sú [wipp] zuͦ aller frist | uff rústig mach min leben.
Klein, Oswald
80, 11
(
oobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Mich freut für war ir rotter mund, | darzü ir frölich angesicht, | aufrüstig gar zu aller stund.
Ebd.
106, 43
:
Auffrüstigkliche wunne, sunne, | brunne, meines herzen feuchte.
Euling, Kl. mhd. Erz.
665, 4
(
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
Got dem ist loblicher und liebers nicht, | [...] | noch dem menschen nicht aufrustigers, | als wen der mensch hie alten tüt | in einer rechten willigen armut.
Klein, a. a. O.
67, 11
;
Schweiz. Id.
6, 1550
.
2.
›zum Streit gerüstet‹;
vgl.
aufrüsten
 6.
Syntagmen:
jn. gegen jn. a. machen.

Belegblock:

Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
37
.
3.
›aufsässig, zu Aufruhr geneigt‹;
vgl. am ehesten
aufrüsten
 7.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
abfällig
 4,
abhängig
 2,
abspännig
 2,
abständig
 1,
abtrennig
,
aufrürisch
 2.

Belegblock:

Buch Weinsb.
3, 149, 37
(
rib.
,
1582
):
das [...] andern das nit dulden mogen und also den churfursten uffrustich machen.
Ebd.
4, 187, 9
(
1594
):
Die trucker moissen sulche zeitungen nit trucken, noch emans verkaufen, meinen, das folk werde dardurch uffrustich.
Rwb
1, 931
.