auflegung,
die
;-Ø/–
.1.
›tröstende, segnende Auflegung (der Hände); Auflegung der Finger (z. B. auf ein Schwert) als Teil einer Verpflichtung von jm.‹; zu
auflegen
2.Belegblock:
Luther. Hl. Schrifft.
2. Tim. 1, 6
(Wittenb.
1545
): Das du erweckest die gabe Gottes / die in dir ist / durch die aufflegung meiner Hende.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 217, 16
(Straßb.
1466
): die [gnad] dir ist gegeben durch die weyssagung mit der auflegung der hende des priesters.
Buijssen, Dur. Rat.
348, 12
(moobd.
, 1384
): Averso der pischolfleich segen wirt mit auflegung der hent.
Rwb
1, 897
.2.
›Verpflichtung von jm. (auch: Herrschaftsbildungen aller Art) zu sachlicher oder finanzieller Leistung‹, metonymisch: ›auferlegte Abgabe, Steuer‹; vgl.
auflage
2 (dort auch Bdv.), auflegen
8.Bedeutungsverwandte:
2
ban
beschatzung
beschwernis
bürde
einung
forderung
steuer
ungeld
zol
Syntagmen:
der a. entbunden sein
; jn.
(auch z. B.: die gemeinde
) mit a. beschweren, jn. für a. freien.
Belegblock:
Chron. Augsb.
9, 101, 1
(schwäb.
, 1544
/5
): daß die gemaind von den patricibus [...] mit allerlai aufflegungen beschwert ward.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
35, 36
(halem.
, 1323
): daß
enkein uflegung wider si sol beschechen ze Berne [...], es si an ungelt, an fuͦrunge oder bennen, an zolne, an einungen [Regestbeleg].
Rennefahrt, Statut. Saanen
33, 24
(halem.
, 1403
): so soͤllen oͧch wir [...] entbunden sin aller ander ufflegung und beschatzung.
Graf-Fuchs, a. a. O.
220, 12
; Maaler
34v
; Rwb
1, 897
.3.
s. auflegen
1.4.
s. auflegen
7.5.
s. auflegen
9.6.
s. auflegen
13.