aufbutzen,
V.
1.
›jn. (meist: sich) aufputzen, herausputzen, schminken, ausstaffieren; etw. (z. B. einen Bucheinband) auffrischen, zieren, fein gestalten‹; zu
1
putzen
2.Bedeutungsverwandte:
decorieren
schmücken
zieren
aufbiffen
aufbereiten
aufböcken
aufdocken
aufkratzen
1
auflecken
aufmachen
aufmutzen
1
putzen
Syntagmen:
die religion / stube / tafel / tochter, den herbarium / psalter, jn. a.
Belegblock:
Buch Weinsb.
4, 197, 7
(rib.
, 2. H. 16. Jh.
): hab ich den 4. maii einen alten herbarium, der uffgebützst in pergamein gebonden war, vur sieven mr. gegolten.
Sachs
16, 419, 25
(Nürnb.
1563
): Darinnen etlich knaben stunden, | So die spielleut auff-butzen gunden, | Welche waren auß Asia, | Zu halten ein comedia.
Goldammer, Paracelsus.
6, 46, 5
: secht aber die falschen propheten an, die sein psalter im ermel tragen und in den libereien aufputzen.
Heidegger. Mythoscopia
65, 14
(Zürich
1698
): Er sahe sie eine gantze stund vor dem Spiegel stehen / sich auffbutzen / den Leib einzwengen / die Haare kreußlen.
Maaler
31v
; Rot
303
.2.
›etw. wappnen, rüsten‹.Bedeutungsverwandte:
festigen
Belegblock:
Goldammer, Paracelsus.
5, 83, 21
(1530
): kunigreich, die so stark wider mich aufgebutzt seindt und gefestiget auf iren vorteil.