astig,
ästig
(ungefähr gleich häufig belegt),
Adj.
1.
›voller Äste‹;
zu
ast
 1.
Bedeutungsverwandte:
astreich
.
Wortbildungen:
vielästig.

Belegblock:

Maaler
12v
(
Zürich
1561
):
Aestig / Voll aͤsten. Ramosus, Ramulosus.
Henisch
134
(
Augsb.
1616
):
Wer ein astigen baum will in ein Hauß bringen / der muß nicht die zweige woͤllen vor hinein bringen / da sie bald werden brechen / oder sich sperren.
Voc. Teut.-Lat.
b vijv
;
Stieler
1, 27
.
2.
›knorrig, hart, von Astwurzeln durchwachsen‹; ütr. auch vom Menschen gesagt, dann: ›eckig, kantig‹;
zu
ast
 2.
Bedeutungsverwandte:
knodecht
,
rauh
; vgl.
astachtig
.
Syntagmen:
a. bret / holz / kreuz.

Belegblock:

Buch Weinsb.
4, 18, 30
(
rib.
,
1588
):
ein roit burgundisch aistich cruz mit veir sinen wapen
[Beleg möglicherweise auch zu 1].
˹Sprichwörtl.: Henisch
134
(
Augsb.
1616
):
Auff ein astig holtz gehoͤrt ein stehlen keil
˺.
Stieler
1, 27
;
Dietz, Wb. Luther
1, 121
;
Bad. Wb.
1, 75
.