arglistigkeit,
die
.1.
›Böswilligkeit, Hinterhältigkeit, Betrugsabsicht‹, mit Tendenz zu ›Schlauheit‹ und sogar ›Klugheit‹; vgl.
arg
(Adj.) 5, arglistig
.Bedeutungsverwandte:
aufsaz
betrug
geschwindigkeit
listigkeit
abkust
aftergier
akust
arglist
Belegblock:
Rosenthal. Bedencken
4, 15
(Köln
1653
): wil ich weder auß einiger Arglistigkeit / noch auß schew der Warheit das wenigste vbersehen.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
4689
(omd.
, 1338
): Das her dy trugenere va | Unde behendeclich besla | In der valschen arklistekeit, | In der sy tun der eynvalt leit.
Luther. Hl. Schrifft.
Sir. 19, 19
(Wittenb.
1545
): arglistigkeit ist nicht Weisheit.
Voc. Teut.-Lat.
b vijr
; Voc. inc. teut.
b iijv
; Maaler
29r
; Schwartzenbach
L jv
; Volkmar
85
; Rwb
1, 816
.2.
›Bösartigkeit (als Eigenschaft des Teufels)‹; vgl.
arg
(Adj.) 8, arglistig
.Belegblock:
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
10201
(omd.
, 1338
): Der gar grulich ist und stark, | Der mit syner arclistekeit | Di lute keret in hertze leyt.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 477, 4
(Nürnb.
1631
): Der Teuffel durch sein arglistigkeit, | Sich selber in die Wiege gelegt.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 133, 25
(Var. Z-Oa: Augsb.
1475
/1518
): als die schlang betrog euam mit irer arglistigkeit.
Anderson u. a., Flugschrr.
4, 11, 18
([Straßb.
] 1524
): das ich waiß die arglistigkeit / vnd tausentfündigen muͤterey des alten Schlangen.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
32, 25
(tir.
, 1464
): Das sint eüre fëcht waffen wider die arglistikhait des tiefels: die chäüschait, geduldikhait, diemüetikhait vnd die lieb.