anmanen,
V.
›eine Verpflichtung in Erinnerung rufen, jn. mahnen‹;
zu
manen
 4.
Wortbildungen
anmaner
(dazu bdv.:
gewarner
),
anmanung.

Belegblock:

Baumann, Bauernkr. Rotenb.
12, 16
(
nobd.
,
n. 1525
):
Das war nun alles ganz offenbare [...], aber (ward) uber viler personen warnen und anmanen, auch selbs sehen und prufen zugesehen, gedult.
Chron. Augsb.
7, 39, 7
(
schwäb.
, zu
1548
):
ließ die kay. mt. ainen rat hie zuͤ Augspurg stets änmanen, die ceremonien [...] anzuͤrichten.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
455, 21
(
m/soobd.
,
1608
/
1651
):
das sie denen gottsheüsern [...] ihre raitungen ohne weiters anmahnen jährlich laisten.
A. à S. Clara. Deo Gratias
39, 29
(
Wien
1680
):
das Sigill der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit scheinet eingedruckt zu seyn / also wird uns dieses noch ein groͤssere Anmahnung seyn zur Verehrung dieser Goͤttlichen Drey.
Winter, Nöst. Weist.
3, 128, 14
;
Rot
287
;
Bad. Wb.
1, 57
;
Schwäb. Wb.
1, 238
;
Rwb
1, 689
.