angebüren,
V.
1.
›jm. zufallen, zukommen, zustehen (von natürlichen und sozialen Gegebenheiten gesagt); jm. als Pflicht zufallen‹; offen zu 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
anziemen
.

Belegblock:

Foltz, UB Friedb.
1, 157, 28
(
hess.
,
1346
):
die bet und stiuͦr suͤllen die vorgenanten vier stete alle jar geben nach dem, als ie die stat angebuͤrt.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
172, 7
(
thür.
,
1474
):
Hat sich der wert [...] zcu rechte erboten unde gesatczt, als viel, als yn angeboren mag.
Gille u. a., M. Beheim
324, 37
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
yeder sein kunst volfurt | Nurt als in angepurt.
Ebd.
348, 22
:
ach würmlein in der weise, | yegliches sucht sein speise, | als im gepuret an.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
343, 1
(
nobd.
,
n. 1525
):
das, das in denen clöstern [...] vorhanden ist an traid und an wein, [...] uber das soll getailt werden und ainem yeglichen sein angepurenden taile zugehörig sein.
Chron. Strassb.
1, 106, 14
(
els.
,
1362
):
so muͦst er han alse vil pfennige daz im alle tage 4 pfennige angeburtent die wil er in der buße waz.
Sappler, H. Kaufringer
12, 91
;
Rwb
1, 636
.
2.
›jn. betreffen, angehen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
anbetreffen
,
antreffen
 3.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
10, 219, 2
(
Straßb.
1466
):
ich wil alle jar geben XV tausent pfunt silbers von den rechnungen des kunigs die mich angebúren.