alsam,
Adv.
(1), Konj.
(2; 3).1.
›ebenso, genauso; auf gleiche Weise‹; vgl.
sam
1.Bedeutungsverwandte:
vgl. allermassen
Belegblock:
Schönbach, Adt. Pred.
18, 5
(osächs.
, 1. H. 14. Jh.
): wiltu merken daz sente Merten gab sin cleit halb dem armen durftigen und machtu alsam getůn, so bist du wol gedecket mit sinem cleide.
Palm, Veter Buoch
34, 20
(schles.
, Hs. E. 14.
/A. 15. Jh.
): als nieman, der hinder einer mvre stat, mac gesehen, wer vzerhalp ist, alsam saltv nimandes dinc ane sehen.
Niewöhner, Teichner
4, 143
(Hs. ˹moobd.
, 1360
/70
˺): [er] zaigt zu hant ein ander strazzen | und gepot die alsen ser.
Kummer, Erlauer Sp.
3, 511
(m/soobd.
, 1400
/40
): di aͤndern waͤrn all plint | und an den henten lam | und an den fuͤßen allsam.
Winter, Nöst. Weist.
3, 550, 9
(moobd.
, 15. Jh.
): von dem schwein ain pfenning, von dem schaff ainen halben, von der gaiss alsam.
Große, Schwabensp.
61a, 36
; Lindqvist, K. v. Helmsd.
4527
; Primisser, Suchenwirt
41, 598
; Niewöhner, a. a. O.
395, 9
; 423, 124
; Munz, Füetrer. Persibein
460, 4
.2.
zur Einleitung eines Satzgliedes, um zwei Bezugsgegenstände als gleich zu charakterisieren; ›wie, ebenso wie, genauso wie‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. 1
als
Belegblock:
Primisser, Suchenwirt
1, 38
(oobd.
, 2. H. 14. Jh.
): Daz [adel] sich vor schanden tadel | Von chindes iugent hat bewart, | Alsam ein raine maide tzart | vor missewende wol behǔt.
3.
zur Einleitung eines formal konjunktivischen Gliedsatzes, dessen Bezugsgeschehen als irreal hingestellt und in Vergleich zum Geschehen des Hauptsatzes gesetzt wird; ›als ob‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. 1
als
Belegblock:
Sappler, H. Kaufringer
5, 265
(schwäb.
, Hs. 1464
): der herr mit seiner weise | tät, alssam er trurig wär.