ablutio(n),
die
.1.
›Abwaschung, Abspülung, Reinigung von etw. (z. B. von Wunden, speziell: der Hände des Priesters nach Reichung des Abendmahles)‹; vgl.
abluieren
.Bedeutungsverwandte
zu ersterer Nuance: abwaschung
Belegblock:
Sudhoff, Paracelsus
3, 198, 11
(1525
/6
): haben wir vil hundert wunden geheilet alein mit einer ablution.
Drescher, Hartlieb. Caes.
215, 30
(moobd.
, 1456
/67
): als erfũllt ward die empfahung des sacraments und die ablůczen geschach.
Haage, C. H. v. Hoff. Kunstb.
12, 33
; Wrede, Aköln. Sprachsch.
28b
.2.
›Rest des konsekrierten Abendmahlsweines, gemischt mit Wasser‹; Metonymie zu 1.Belegblock:
Reichert, Gesamtausl. Messe
11, 35
(Nürnb.
v. 1483
): Auch ein priester, der mer messe haben wil an eynem tag dann eine, der sol an der ersten messe nicht nemen die ablutio; anders er wer nicht nuechternn zu der andernn messe und toerft keine mer lesen, wenn er dy ablutio truencke.